Die RainbowHikers waren wandern:
Brandenburg (LOS) – Von Berkenbrück über Dehmsee und Kersdorfer See nach Briesen (Mark)Die Tour war am 6. April 2025
Wanderleiter: Heiner Majewski
Der Link zur Tour bei
Komoot.Wanderstrecke: etwa 20,3 Kilometer
Teilnehmer inkl. WL: 11 und 1 Hund
*******
Die RainbowHikers haben wieder zu einer Wanderung eingeladen. Zwei Wanderinnen, acht Wanderer und ein Hund folgen Heiner von Berkenbrück nach Briesen. Wegen dem Ersatzverkehr zwischen Briesen und Frankfurt haben wir diese Ersatztour geplant, statt der Strecke von Pillgram durch die Buschschleuse nach Jacobsdorf, die aber nachgeholt wird.
Wir starten unsere Tour gegen 10.10 Uhr am Haltepunkt Berkenbrück (RE1). Zunächst geht es in den Ort zum ehemaligen Bürgerhaus, in dem sich heute eine Gaststätte befindet. Hier steht, völlig deplatziert, eine Tafel zum Falladahaus Berkenbrück. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn sie wenigstens fehlerfrei wäre. Auf der Tafel steht eine falsche Hausnummer. Wir laufen durch Berkenbrück, 1285 erstmals als Byrkenbrucke erwähnt, zur Dorfkirche von 1728. Seit 1775 hat das Dorf seinen heutigen Namen. Dann erreichen wir die Badestelle an der Fürstenwalder Spree, wo heute keiner badet. Es ist wohl noch zu kalt.
Wir folgen auf Trampelpfaden dem Verlauf der Spree und kommen zur Siedlung Roter Krug, in der das Falladahaus steht. Hier wohnte Hans Fallada von 1932 bis 1933, als er denunziert und in ein SA-Gefängnis gesteckt wurde. Und dann unterqueren wir gleich die Autobahn A12, die hier die Spree überquert. Die hat Fallada nicht mehr kennengelernt, die wurde erst 1937 gebaut.
Zwischen der Autobahn und dem Dehmsee wandern wir auf teils abenteuerlichen Wegen weiter bis zum Mühlenfließ. Ein Stück weiter stehen drei Häuser aus DDR-Zeiten, die zum ehemaligen Ferienlager „Feliks Dzierżyński“ des Ministeriums der Staatssicherheit gehörten. Außerhalb der Ferien war es ein Ausbildungslager für die Mitarbeiter mit Schieß- und Sprengplatz. Nebenan entdecken wir noch einen kleinen Bunker. Durch eine Luke kann man etwas in den Bunker sehen.
Und dann geht es in den Wald, auf meist schnurgeraden Forstwegen. Unterwegs entdecken wir noch einen kleinen Bunker mitten im Wald. Und ein Stück weiter finden wir Wasserreservoirs der Fürstenwalder Wasserbetriebe und eine Brunnengalerie. Und wieder geht es auf Waldwegen voran. Unterwegs machen wir auf einem Baumstamm eine Pause. Vorbei an Hellgards Erholung, einer Bank, die zur Erinnerung an Forstmeisterin Hellgard Vöcks aufgestellt wurde, erreichen wir dann den Oder-Spree-Kanal. Hier gab es früher den Kaiser-Wilhelm-Kanal, der für die Schiffe des 19. Jahrhunderts zu schmal wurde. Wir überqueren auf der Fluthbrücke von 2001 den Kanal und laufen weiter auf dem Radweg zur Schleuse Kersdorf. Diese wurde 1891 als Einkammerschleuse eröffnet, später vergrößert und 2009 auf den heutigen Status umgebaut.
Cornell vermutet an der Schleuse ein Café, das aber schon lange geschlossen ist. Also haben wir ein paar Betonteile am Kanal als Sitzgelegenheit genutzt, um mit dem selbstgemachten Karamellikör auf Cornells Geburtstag anzustoßen.
Weiter geht es dann parallel zum Kersdorfer See und vorbei an der Siedlung Dorismühle wieder zur Autobahn A12, die wir überqueren. Und dann erreichen wir das Birkendorf, nein Briesen in der Mark. Es muss hier zu Zeiten der Gründung von Berkenbrück und Briesen Unmengen von Birken gegeben haben. Briese kommt aus dem Slawischen und heißt Birke. In Briesen entdecken wir den Gedenkstein zum 600 Jahrestag der Ersterwähnung 1403 und die schöne Dorfkirche von 1838.
Beim Italiener, der Pizzeria „Milano“, lassen wir die Wanderung noch einmal Revue passieren und genießen das Imbissangebot. Drei Mitwanderer verzichten auf die Einkehr; und als Manfred mit dem Hund den Italiener verlassen musste, ging auch er gleich zum Bahnhof. Der Rest erreichte den Haltepunkt Briesen (Mark) gegen 18.10 Uhr. Gegen 18.45 Uhr fährt uns der RE1 wieder zurück nach Berlin.
Die Tour ist jetzt keine Traumwanderstrecke, was aber durch die vielen Highlights unterwegs wettgemacht wird. Das Wetter war heute traumhaft, es schien fast den ganzen Tag die Sonne, war aber mit maximal acht Grad etwas kühl.
